Ich stelle hier mal dieses Kerlchen frei.
Ich beginne mit der

Intelligenten Schere, markiere mir das Objekt
grob vor.
(Feinarbeiten folgen. Es reicht aus, daß das Objekt sich halbwegs in der Auswahl befindet. Mehr als fünf Minuten sollte man sich hier nicht aufhalten.) Der Schritt ist nicht notwendig, erspart mir aber wüstes herumgepinsel auf der Maske.
Wegen der ständigen Probleme und imho Mißverständnisse was die Funktion der Schere angeht, habe ich mal ein kleines Walkthrough zur Intelligenten Schere mit Animation erstellt, das hoffentlich ein paar verzweifelte Stunden abwenden kann.
Zur Sicherheit arbeite ich auf einer Ebenenkopie
(Ebene duplizieren), diese braucht eine in diesem Falle weiße Ebenenmaske.
(Per Kontextmenü im Ebenendialog einfügbar.)
Die Ebenenmaske als aktive Ebene markieren.
(Im Ebenendialog anklicken)
Auswahl invertieren ([Strg]+I) und mit dem

Eimer Schwarz
(Transparenz) füllen. Die Auswahl wird danach nicht mehr gebraucht, sie wird aufgehoben. ([Shift]+[Strg]+A)
Das Ergebnis ist noch nicht wirklich zufriedenstellend, vor allem aus der Nähe betrachtet.
Darum benutze ich nun einen harten Pinsel auf 100% und bereinige die Maske in der Vergrößerung. X ist eine häufig benutzte Taste, sie wechselt Vorder- und Hintergrundfarbe, in diesem Fall Weiß
(Opak) und Schwarz
(Transparent). Wenn ich also eine Ecke zuviel wegnehme, der Rest aber gut ist, pinsele ich der Verlust mit Weiß einfach wieder hin. Die Pinselgröße hängt von den Details an der Stelle ab. Fitzelige Kleinteile mit kleinerem Radius, gröbere Parts mit Größerem. Eigentlich ganz einfach

Die Kopie hat einen großen Vorteil: Sie läßt sich einblenden
(Augensymbol), womit man kontrollieren kann, ob die Freistellung überhaupt auf dem richtigen Weg ist.
(Es ist übrigens ratsam, eine zweite Ansicht geöffnet zu halten, in der man seine Arbeit im Gesamtbild mitverfolgen kann statt nur im Pixelbrei. View > New View (Ansicht > Neue Ansicht))
Ergebnis:
Hmm, freigestellt ist er, toll ist es nicht wirklich. Nächster Schritt:
Mit einem weicheren Pinsel und Deckkraft zwischen ~20 bis ~50% mache ich die Übergänge weicher, die Haare und die Brille zum Teil transparent. Hier wächst mir das X noch viel näher ans Herz als im Schritt zuvor, die Kopie der Ebene ebenso.
Jetzt isses brauchbar:
Nur noch die Ebenenmaske angewendet
(Kontextmenü der Ebene im Ebenendialog) läßt er sich prima völlig sinnentleert vor Hauptmotive anderer Bilder pappen:
Nagut, kein soo tolles Beispiel... aber es geht ja nur um das Freistellen. Nicht darum, wie man geeignete Objekte zu geeigneten Hintergründen findet

Ich hoffe, es bringt dem Ein oder Anderen etwas.
Das ist jetzt kein Patentrezept. Ich gehe auch nicht immer so vor. Hintergründe lassen sich hinter Objekten wegnehmen, oder Objekte aus schwarzen Masken herausschälen. Mal ist das eine sinniger, mal das Andere, mal tut man es einfach weil einem danach ist. Oft sind auch Weichzeichner sinnvoll, um bestimmte Stellen auszubügeln. In diesem Fall nicht. [snip] genug Roman
Gruß, Loxi