Sodele, etwas verspätete Ankündigung: GIMP 2.3.6 wurde veröffentlicht.
Wer ex schon einmal gestartet hat, wird dem Splash-Bild entnehmen können, dass sich einige der Entwickler im Rahmen des
22C3 zusammengefunden haben und dort dieser Version den letzen Schliff verpasst haben.
Also, was gibt es neues? Zunächst die kurze Übersicht...
Zitat:
Changes in GIMP 2.3.6
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- even faster application startup
- binary relocatibility on Linux by means of binreloc
- be more verbose when being asked for it
- select color index when picking from an indexed drawable
- allow to migrate windows between displays
- mouse-wheel scrolling and zooming in plug-in previews
- added keyboard shortcuts ([ and ]) for changing the brush radius
- improved Oilify plug-in
- made the IWarp plug-in preview resizeable
- added alignment mode for cloning from a fixed location source
- completed core/ui separation of paint tools and paint methods
- bug fixes and code cleanup
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... die natürlich auch etwas näher erklärt werden soll.
Schnellerer Start - da möchte jeder, obwohl GIMP mit zu den Programmen (zumindest denen mit grafischer Oberfläche) gehört, die ohnehin schon am schnellsten starten. Und zumindest sieht man auch, welcher Teil der Initialisierung gerade abläuft - allerdings wurde diese Anzeige teilweise unnötig aktualisiert, das ist nun behoben.
binreloc - dieser Begriff ist für manche ein Synonym dafür, GIMP überhaupt auf ihrem System installieren zu können. Sie bringt Unix- (bzw. Linux-)Systemen das, was unter Windows gängig ist: vorkompilierte Software kann an praktisch jeder Stelle im Dateisystem installiert werden. Segen oder Fluch, das wird sich noch herausstellen - wer solche Pakete einmal selbst ausprobieren möchte, kann sich bei
http://autopackage.org/ und
http://klik.atekon.de/ danach umschauen. Vorteilhaft sind diese dann, wenn man nicht Administrator eines Systems ist und auch keine Kompiler nutzen kann.
Nach dem Start finden sich ebenfalls Neuerungen - die Tastenkürzel '[' und ']' sind als Vorgabe der Pinselgrößenänderung zugewiesen. Bei den Vorschaubildern für Plug-ins - bei den letzten Releases immer wieder Thema - haben wir einen neuen Zuwachs von Grundfunktionalität, Scrollen und Zoomen mit dem Mausrad. Nicht zoombar, aber zumindest in der Größe veränderbar ist jetzt auch die Vorschau des IWarp-Plug-ins:
Bleiben wir bei den Plug-ins. Ich weiß nicht, ob jemand den Filter "Ölgemälde" öfter benutzt hat - das Ergebnis war bisher jedenfalls etwas gewöhnungsbedürftig, insbesondere die Ränder zwischen Farbflächen etwas pixelig und mit zusätzlichen Farben versehen. Jetzt sind diese etwas weicher und mehr mit einem Gemälde vergleichbar:
Weiter zu den den Werkzeugen. Hier sind die neuen Rechteck-Werkzeuge (Auswahl und Zuschneiden) weniger absturzfreudig. Zumindest reicht es nicht mehr, einfach die feste Breite, Höhe oder das feste Verhältnis der beiden zueinander zu aktiveren, um GIMP unplanmäßig zu beenden.
Das Klonwerkzeug besitzt einen neuen Modus, der die Klonquelle immer an der gleichen Stelle lässt. Dies entspricht zum einen dem Klonen in einigen anderen Programmen (man könnte es dann wirklich als Stempeln - entsprechend dem auch in GIMP verwendeten Icon - bezeichnen), zum anderen geht das einen ersten, winzigen Schritt in Richtung
I/O Brush.
Wer sich genauer über alle Änderungen seit GIMP 2.3.5 informieren möchte, der sei hiermit auf
http://developer.gimp.org/ChangeLog verwiesen.
Download & Installation
Den Quellcode gibt es bei
ftp.gimp.org und den Mirror-Servern. Bitte vor der Installation die
Release Notes lesen.
Vorkompilierte Pakete dürften, falls noch nicht vorhanden, in nächster Zeit bei den üblichen Distributoren auftauchen. Erstmalig ab GIMP 2.3.6 gibt es die auch für
Debian Experimental.