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Alt 16.03.2020, 14:09   #3
Orchideenmantis
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 16.03.2020
Beiträge: 2
Standard

Tausend Dank für die große Mühe und ausführliche Antwort!
Damit ist mir wirklich unglaublich geholfen!

Zitat:
Zitat von ursa major Beitrag anzeigen
Hallo Orchideenmantis!

Mit dem Cintic kenne ich mich leider nicht aus und weiß daher nicht warum der Bildschirm schwarz bleibt. Um ein Grafik-Tablett mit GIMP nutzen zu können, muss man es aber zunächst in GIMP erstmal anmelden. Im Menü "Bearbeiten" gibt es dafür den Menüpunkt "Eingabegeräte". Um das zu konfigurieren startest Du zunächst mal GIMP mit dem Stift Deines Cintic. Dann öffnest Du den Dialog "Eingabegeräte". Darin müssten jetzt in der linken Spalte die zur Verfügung stehenden Eingabegeräte angezeigt werden. Bei mir sind das "Core Pointer" (also die Maus), Wacom Tablet Eraser (also Wacoms Radierer-Funktion) und "Wacom Tablet Pressure Tablet Stylus (also der Stift des Grafik-Tabletts). Alle Funktionen die zu Deinem Tablett gehören musst Du nun nacheinander anklicken, rechts auf "Bildschirm" stellen und unten rechts speichern. Zumindest für die Druckempfindlichkeit des Stifts ist dieses Konfigurieren unbedingt nötig. Kann sein, dass der Stift ansonsten auch ohne das funktioniert. Danach solltest Du GIMP beenden und neu starten - am besten wieder mit dem Stift. Nach meinen Erfahrungen kann es immer wieder vorkommen, dass die Tablett-Funktionen nicht funktionieren, wenn man das Programm nicht mit dem Stift startet. Das ist aber nicht nur bei GIMP so.

Zu Deiner grafischen Aufgabe. Wenn es eine einfache Grafik sein soll, ist GIMP (und Bildbearbeitungsprogramme generell) dafür eigentlich nicht das beste Programm der Wahl, denn es arbeitet mit Pixeln, was beim Vergrößern und Verkleinern der Grafik immer zu einer Verschlechterung der Bildqualität führt und grundsätzlich - wegen der Pixel - keine so gute Kantenschärfe gewährleistet. Sowas macht man besser mir einem Vektorgrafik-Programm wie z.B. Inkscape (Open Source), Adobe Illustrator oder CorelDraw. Das Dateiformat in dem Du die Grafik speicherst ist dann *.svg, nicht *.png oder *.jpg (letzteres sind beides Pixelbild-Formate). Vektor-Grafiken kann man beliebig vergrößern und verkleinern, ohne dass die Bildqualität darunter leidet, denn diese arbeiten nicht mit Pixeln, sondern mit Daten wie denen der Positionen von Schlüsselpunkten, Krümmungen und Winkeln von Pfaden usw. Außerdem ermöglichen Vektordaten erheblich kleinere Dateigrößen, was aber von der Menge der Vektordaten abhängt. Je mehr Details Du in Deine Vektrografik einbaust, desto größer wird diese Datei.

Aber zur Not geht das natürlich auch mit GIMP. Da es dabei um eine Grafik geht, die gedruckt werden soll, musst Du beim Erstellen des Bildes darauf achten, dass es bei der gewünschten Größe in Millimetern oder Zentimetern eine relative Auflösung von 300 Pixel per Inch hat. Dazu musst Du im Dialog von "Datei" > "Neu" die "Erweiterten Einstellungen" ausklappen und da dann unten bei "X-" und "Y-Auflösung" die "300" eintragen.

Die Konturen Deiner Grafik erstellst Du dann am besten mit dem "Pfade"-Werkzeug. Die erstellten Pfade kannst Du dann mit jedem beliebigen Pinsel oder einer einfachen, einheitlich starken Linie nachzeichnen lassen und aus den Pfaden auch Auswahlen erstellen, die Du dann ganz einfach mit Farbe füllen kannst. Das Füllen würde ich auf einer separaten Ebene unterhalb der Ebene mit den Konturen machen, weil die Konturen sonst zum Teil überdeckt würden. Dazu liest Du Dir am besten das Kapitel zum "Pfade"-Werkzeug im GIMP Benutzehandbuch durch. Das würde hier sonst zu umfangreich. Nachfragen kannst Du aber natürlich immer, wenn es irgendwo haken sollte.

Das ist übrigens eine ganz ähnliche Vorgehensweise wie in Inkscape und anderen Vektor-Programmen, die auch mit Pfaden in Form von sogenannten Beziérkurven arbeiten. In Inkscape funktioniert die Druckempfindlichkeit des Stifts übrigens nur beim Kalligrafie-Tool, und auch da nicht bei allen Voreinstellungen. Hier empfiehlt sich die Voreinstellung "Pinsel", wenn man die Druckempfindlichkeit nutzen will. Auch Inkscape sollte man mit dem Stift starten damit es funktioniert.

Edit: Ergänzen möchte ich noch, dass die Druckfunktion von GIMP möglicherweise immernoch einen Bug hat. Solltest Du Deine Grafik also an einem Tintenstrahldrucker ausdrucken wollen, würde ich das mit einem anderen Programm wie IrfanView machen.
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auflösung , qualität , zeichnen

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