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Alt 29.04.2007, 22:49   #1
Faust
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Registriert seit: 23.04.2007
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Standard Malen im GIMP

Dieses Tutorial besteht vor allem aus meiner Meinung zu dem Thema, was sicherlich extrem vielfältig ist und sollte deshalb auch nicht als allgemein gültig aufgefasst werden.

Ich weiss, der Titel ist ziemlich allgemein gehalten, aber es geht tatsächlich darum, herauszufinden, wie man dieses digitale Medium am besten nutzen kann, um ganz "traditionelle" Maltechniken auszuüben.

Zuerst einmal, nicht jeder weiss es, aber mit dem GIMP kann man auch malen, also nicht nur Photos bearbeiten oder irgendwelche Filter benutzen um Bumpmaps zu erstellen. Man kann malen, wie mit Wasserfarben, Ölfarben, Aquarell usw. nur GIMP halt

Digitale Medien sind allerdings Problematisch. Viele sagen, dass Programme wie GIMP oder PS nicht geeignet für traditionnelle Kunst sind. Und recht haben sie. Der Nachteil von Digitalen Medien ist, dass es einfach zu viele Möglichkeiten gibt. Kann kann stundenlang damit zubringen, den richtigen Filter zu suchen, ständig die Farbeinstellungen ändern, und, was am allergefährlichsten ist: Man kann jeden Schritt wieder rückgängig machen! Das ist insofern gefährlich als dass man noch nicht weiss, welcher Schritt nun richtig war und welcher nicht, wenn man anfängt.

Was den Gimp angeht, so gibt es die drei Malwerkzeuge, die ich benutze:

Jedes hat seine Eigenheiten.
Der Stift hat immer harte Kanten und ist deswegen unempfindlich gegen einstellungen von weichheit oder Härte. Der Pinsel nimmt die Randeinstellungen auf, die man ihm vorgibt, ist aber selbst nicht so hart wenn hart gezeichnet wird so weit ich weiss.
Der Airbrush hat seine eigenen Einstellungen und eignet sich hervorragend zum überbrushen mit geringer Opazität, wenn man zB Lichteffekte oder sowas darstellen will-
Im Werkzeugmenü ist wohl die wichtigste Einstellung die der Opazität, was das beste für einen ist, sollte wohl jeder für sich selbst herausfinden. Wenn man ein neues Bild anfängt ist 60% gar nicht schlecht.

Als nächstes gibt es des Pinseleditor:

Dieser ist ganz hervorragend zum malen, da die Pinsel (Oder brushes) direkt und in allerlei Hinsicht verändert werden können. Leider ist es im Moment nicht möglich, custombrushes zu skalieren oder andere Dinge mit ihnen zu machen die man im Pinseleditor machen kann, deswegen benutze ich zur Zeit nur die 3 Grundformen: Kreis, Quadrat und, äh, anderes Quadrat...
Da das hier ein Fortgeschrittenes Tutorial ist was heisst, dass ihr mit den Technischen spezifikationen vertraut seid, gehe ich nicht auf die einzelnen Funtionen des Pinseleditors ein (Dazu gibt es ja auch das Handbuch)--
Hier nur ein paar Beispiele, was man mit dem Edior für Brushes machen kann:


Eine Sache allerdings noch zum Pinseleditor: Es ist ganz nett, dass man den Radius unter 1.0 Pixel einstellen kann. Das ist möglich, dadurch bekommt man einen besonders feinen Strich, der allerdings auch weniger Farbe beinhaltet-

Also ist es wichtig, sich ein paar Regeln einfallen zu lassen, um die myriaden an Möglichkeiten einzugrenzen und nur den Teil zu lernen, den man für sich selbst beansprucht. Mit diesem Hintergrund sind die Techniken zu verstehen, die ich hier anfüge, sie sind eher willkürlich gesetzt und passen vorallem zu meiner Art zu malen. Ich habe sie allerdings nicht selbst erfunen, sondern richte mich immer nach den Vorgaben aus diesem hervorragendem Tutorial:
http://www.conceptart.org/forums/showthread.php?t=47859

Ich verstoße aber selbst immer wieder gegen meine eigenen Regeln, experimentieren muss schliesslich auch sein.

Also, die paar Grundregeln, die man braucht, sind eigentlich ganz einfach:

1. Kein Wischfinger / Gradienten benutzen!
- Farbübergänge die mit dem Wischfinger gemacht sind, oder die durch Gradienten gekennzeichnet sind, wirken auf mich meistens langweilig. Auch mit dem Bleistift benutze ich niemals wischeffekte, übrigens. Die Art, Übergänge von einer Farbe zur nächsten zu machen ist eine ganz andere: drückt einfach ctrl um die eine Farbe aufzu nehmen und mit einer niedrigeren Transparenz auf die andere Farbe aufzutragen. Schon hat man einen Übergang! Dies kann man so oft man will wiederholen, bis man zufrieden ist.

Hier ein paar Bilder, wie sowas aussehen kann (gemacht mit einem runden Brush bei 50% opazität:
von

zu


2. Kein Dodge / Burn!
- Ist meine Meinung, aber die Palette, die man sich setzt, sollte man auch einhalten. Wenn man schattiereungen / Beleuchtungen wechseln will, sind direkte Farbwahl zu bevorzugen.

3. Nicht zuviele verschieden Brushes!
-E Nach einer Zeit weiss man, wie verschiedene Brushes sich wie verhalten aber bis dahin erstmal Finger weg von der Paprika!


Naja, Ich bin gerade ein bisschen angetrunken wie ihr vielleicht bemerkt habt, deswegen ist meine Rechtschreibung auch nicht die beste, aber ich habe trotzdem mal ein kleines schnelles Walkthrough mit einem Stillleben gemacht. Alles in allem sind Stillleben eine gute Möglichkeit, sich mit neuen Medien zu beschäftigen oder neue Techniken im allgemeinen auszuprobieren.

Schritt 1: Ich habe oft gesehen, dass man mit schwarz-weiss anfängt um so erstmal die Schattierungen richtig hinzukriegen, ist an sich auch keine schlechte Technik. Ich gehe hier aber direkt in die Farbe, was den Vorteil hat, dass es schneller zu Ergebnissen führt und man muss hinterher nichts mehr einfärben. Also die Hintergrundfarbe wählen, ganz wichtig, denn das stellt gleichzeitig die Grundfarbe/stimmung des ganzen Bildes dar. In diesem Fall ein Bruan, das in etwa meinem Tisch gleicht.



Schritt 2 und 3 : Habe ich in einem Bild zusammengefasst. Als erstes schmeisse ich die Farbpalette die ich vorhabe zu benutzen auf die Leinwand um bei Bedarf immer die "Grund"farben zur Verfügung zu haben, da durch die Technik sehr viele Farbnuancen verloren gehen können (es kann nach einer Weile einiges an Sättigung verloren gehen) Also hier sind es die Farben Orange (Naja, offensichtlich), dunkelbraun (Für die dunklen Stellen), helles Braun, fast weiss (für die hellen Stellen) und ein bisschen Blau weil einige Stellen irgendwie blau aussahen. Im Endeffekt habe ich aber nicht soviel Blau gebraucht. Mit diesen Grundfarben habe ich die Gröbsten Formen umrissen (Orange + Becher) wer sich nicht sicher ist, kann auch mit Grundskizzen arbeiten, das ist tatsächlich was die meisten sogar machen. Ich auch ab und zu, aber nicht hier. Beim Becher habe ich schon angefangen, grobe Formen mit einem groben Brush zu umschreiben. Der weisse Blob ist etwa die Form des Brushes. Ich habe hie rnur mit diesem gearbeitet, um den Prozess so einfach und verständlich wie möglich zu halten.


Schritt 4: Das Bild mal eben gespiegelt um evtelle grobe Fehler auszumachen. Beim zeichnen sollte man immer wieder spiegeln, zum einen hält es den Kopf frisch in einer neuen Perspektive zu arbeiten, zum anderen hilft es Fehler zu entdecken (Ja, beim Malen können Fehler auftauchen )


Schritte 5-10: Im Endeffekt immer die selbe Prozedur: finden von neuen Formen, Farben und gleichzeitig versuchen überflüssige und falsche Striche zu vereinfachen. Der Brush wurde immer kleiner, zwischendurch wurde immer wieder gespiegelt und irgendwann nach 20 Minuten oder der Prozess abgebrochen. Im Endeffekt kann man das Spielchen noch Stunden weiter treiben, mit immer kleineren Brushes, wie bei einem Render-programm. Alles in allem ist es eine sehr mechanische Arbeit. Das kreative besteht im finden neuer Formen und in den Entscheidungen, was man kommunizieren will, und was nicht.












Wie ihr vielleicht bemerkt habt, spiegele ich das Bild ziwschendurch mehrmals. das ist die beste Mögichkeit, grobe Fehler in Komposition/Perspektive zu erkennen und auszumerzen. Jeder, der Digital Malt, sollte ab und zu mal die Spielfunktion benutzen.

Geändert von Faust (30.04.2007 um 17:33 Uhr)
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