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Alt 31.03.2020, 21:58   #8
ursa major
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Naja, was Tutorials anbelangt, gibt es da ja eine ganze Menge, von sehr unterschiedlicher Qualität. Da das richtige zu finden ist für einen Einsteiger naturgemäß nicht leicht. Man muss auch bedenken, dass in der Regel keiner dafür bezahlt wird solche Tutorials zu erstellen, Anleitungen zu schreiben usw. Ebenso wie ja auch die Software nicht kostenpflichtig ist, sondern auf Spendenbasis finanziert wird. Und sie entwickelt sich ständig weiter, so dass auch die Tutorials und Handbücher ständig aktualisiert werden müss(t)en. Dafür immer jemanden zu finden, der das macht, ist natürlich nicht leicht. Und die Motivation das immer wieder zu machen, wenn sich das betreffende Programm doch ständig weiter entwickelt, wächst sicher auch nicht unbedingt von Tag zu Tag. Wer für sowas üppige Summen von multinationalen Konzernen überwiesen bekommt, ist bestimmt motivierter.

Was das "Dazugehören" anbelangt, so halte ich das nicht für eine Voraussetzung um mit der Software umgehen zu können. Ich fühle mich auch nicht unbedingt zugehörig zu irgendwas in diesem Zusammenhang. Die bei weitem meisten Open-Source-Programme die ich kenne sind sehr leicht zu bedienen. Meist leichter als kommerzielle Produkte. Oft aber auch nicht sehr funktionsreich. Es gibt aber einige Open-Source-Programme, die sich stärker etabliert haben als andere, und die sind dann oft wesentlich funktionsreicher und auch in ihrem Qualitätsanspruch höher angesiedelt. Z.B. GIMP, Inkscape, Scribus, Blender, Krita, Audacity, Ardour, LMMS, Hydrogen, Kdenlive... um mal ein paar aus unterschiedlichen Bereichen zu nennen. Natürlich macht es der Funktionsreichtum dem Einsteiger schwerer erstmal überhaupt die paar Sachen zu finden, die er wirklich braucht. Für die wären dann abgespeckte Programme vielleicht hilfreicher. Aber sowas gibt es ja auch. Im Bildbearbeitungsbereich fiele mir da z.B. Photofiltre ein, das lange Zeit noch nichtmal Ebenen hatte, dafür aber z.B. einen Ein-Klick-Filter zum Schärfen. Sehr übersichtlich und leicht zu bedienen also, aber eben auch nicht wirklich der Hammer wenn es darum geht qualitativ einigermaßen hochwertige Bildbearbeitung zu machen.

Imgrunde ist immer die Frage, was man eigentlich will. Wenn man nur mal eben ein schickes Plakat entwerfen will, das professionellen Anforderungen gerecht wird und auch gedruckt werden kann, ohne dass es ein technischer und gestalterischer GAU wird, sollte man einen Fachmann damit beauftragen und wird dann dafür bezahlen müssen. Wenn man diese Kosten vermeiden und es unbedingt selbst machen will, muss man sich halt im erforderlichen Umfang mit der Materie beschäftigen. Darum habe ich in diesem Thread auch die fundamentalen Basics bemüht, weil viele meinen, dass sie sich damit nicht belasten müssen, daher die Sache nicht wirklich verstehen und darum schließlich mit ihrem Vorhaben schmerzlich scheitern, was, besonders wenn es um ein Druckprojekt geht, sehr teuer werden kann. Darum wies ich auch darauf hin, dass Bildbearbeitung, Grafik, DTP und all dies Zeug Ausbildungsberufe sind, die mehrere Jahre Ausbildung und immer wieder Fortbildung erfordern. Sicher kann man heute am Computer vieles selbst machen, was man früher nicht so ohne weiteres konnte. Aber der Computer nimmt einem nicht alles ab. Schon gar nicht das Basis-Wissen. Sonst bräuchten auch die Profis keine jahrelange Ausbildung mehr. Denn die benutzen ja auch Computer.

Aber was Du da am Schluss beschreibst kenne ich von mir auch. Seit Jahren habe ich mir z.B. vorgenommen mal den Umgang mit Blender (3D-Animation) zu erlernen, habe damit auch schon mehrfach angefangen (gerade jetzt mal wieder) und dann immer wieder abgebrochen. Videoschnitt habe ich mir auch schon draufgeschafft und ich dilettiere ab und zu auch mit verschiedenen Programmen zum Musikmachen. Aber nur mäßig erfolgreich. Man kann halt nicht alles machen, wissen, können. Man muss wohl auch lernen dem Überangebot zu widerstehen und zu selektieren was einem wirklich wichtig ist und was einem liegt.

Dein Problem mit dem Puzzle verstehe ich übrigens nicht so richtig. Die Leinwand sollte die Maße in Millimetern bzw. Zentimetern haben, die es halt haben soll. Und das bei einer relativen Auflösung von 300 ppi. Diese 300 ppi definieren ja die Größe der Pixel, denn Pixel haben ansich keine feste Größe. Wenn Du also sagst, dass 300 Pixel auf einen Inch kommen sollen, dann hast Du eine Auflösung bei der die Pixel klein genug sind um im Druck nicht als solche erkennbar zu sein und eine vernünftige Qualität zu gewährleisten. Bei noch vertretbarer Dateigröße. Sonst wäre eine höhere Auflösung natürlich noch besser. Für Kunstdrucke sollen z.B. 600 ppi durchaus üblich sein, habe ich mir sagen lassen. Wenn Du also z.B. ein Puzzle im Format DIN A3 fabrizieren willst, sollte das Bild 297 mm x 420 mm bei 300 ppi groß sein, möglichst ohne dass Du es dafür auf dieses Format hochskalieren musst. Denn beim Skalieren verändert sich die Anzahl der Pixel - es müssen neue Pixel berechnet werden - und darunter leidet die Qualität des Bildes, besonders die Schärfe. Das Bild sollte also bereits von Anfang an die erforderliche Größe haben. Zumindest annähernd.
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