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Alt 22.08.2015, 11:04   #10
ursa major
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Das ist insbesondere für einen Laien nicht so einfach. Bei der Umwandlung in CMYK handelt es sich ja um die Umwandlung von Lichtfarben in Körperfarben. Das sind zwei sehr verschiedene Sachen. Grundsätzlich ist Farbe ein Phänomen des Lichts: Weißes Sonnenlicht setzt sich aus den bunten Farben des Regenbogens zusammen - den Lichtfarben. Die Grundfarben aus denen sich theoretisch alle Lichtfarben mischen lassen sind Rot, Grün und Blau ("RGB": damit arbeitet auch der Computermonitor). Trifft Licht auf Gegenstände (Körper) so reflektieren die das Licht, brechen es oder absorbieren es. Und zwar nicht in vollem Umfang, sondern zumeist nur Farbanteile des Lichts. Das hängt von den physikalischen Eigenschaften des Gegenstandes ab. Daraus wie der Gegenstand Licht reflektiert oder eben nicht entsteht die Farbe des Gegenstandes - die Körperfarbe - die also vom Licht und den Eigenschaften des Gegenstandes abhängig ist. Die Grundfarben von Körperfarben sind Cyan, Magenta und Yellow, die denen der Lichtfarbmischung im idealen Farbkreis exakt gegenüber liegen und sich mit denen jeweils zu Grau ergänzen: Rot mit Cyan, Grün mit Magenta und Blau mit Yellow - die sogenannten "Komplementärfarben". Dreht man alle drei Grundfarben des Lichts voll auf und blendet sie übereinander, erhält man rein weißes Licht. Mischt man alle drei Grundfarben der Körperfarbmischung mit vollen Anteilen ergibt sich theoretisch Schwarz, tatsächlich aber ein sehr dunkles Grau oder Braun (was auch von dem verwendeten Farbprofil abhängt). Weshalb man im Vierfarbdruck noch Schwarz hinzufügt (was dann CMYK - "K" für "Keycolor" = Schwarz - ergibt). Hieraus ersieht man schon einen grundsätzlichen Unterschied zwischen den beiden Farbmischungen - der Lichtfarbmischung, wie sie auf dem Computermonitor stattfindet und der Körperfarbmischung.

Hinzu kommt, dass RGB-Farbräume und CMYK-Farbräume unterschiedlich umfangreich sind. Während in RGB mit Farbabstufungen in Bit gerechnet wird (0-255, also 256 Abstufungen pro Grundfarbe) wird in CMYK mit Prozenten gearbeitet (0-100%). Eine 1:1-Übersetzung der Farben ist bei der Umwandlung also kaum möglich. Man muss sich mit Verschiebungen bis zu einem gewissen Grad abfinden oder im Druck Sonderfarben verwenden, was die Sache aber erheblich teurer macht. Man kann natürlich auch versuchen eine möglichst akzeptable Annäherung zu erreichen. Dazu wird man als Laie aber sicher sehr viel experimentieren und mehrere Umwandlungen ausprobieren müssen. Und wenn es dabei darum geht reinere, leuchtendere Farben zu erzielen stehen die Chancen eher schlecht. Vielleicht hast Du aber eine kooperative Druckerei zur Hand, die die Umwandlung für Dich macht und das Optimum rausholt.

Geändert von ursa major (22.08.2015 um 11:46 Uhr)
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