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Alt 03.01.2007, 18:51   #1
flashnfantasy
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Benutzerbild von flashnfantasy
 
Registriert seit: 14.05.2004
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Standard [Tutorial] Auto-Exposure-Bracketing für bessere Bilder

Auto-Exposure-Bracketing = Belichtungsvariantenreihen, eine Einstellung bei der Kamera, so daß drei oder mehr Bilder gemacht werden, die neben dem normalen Bild auch das Motiv über bzw. unterbelichten.

Das Problem: Das Motiv hat starke Kontraste, meist heller Himmel und dunkler Boden.
Die Unterschiede können alleine durch selektiertes verändern der Kontraste nicht behoben werden. Versucht man maskierte Kontrast-Anpassung, dann verringert sich die Qualität des Bildes.

Die Idee ist eigentlich total simpel. Man macht zwei Bilder von dem gleichen Motiv, einmal belichtet nach dem hellsten Motiv und einmal belichtet nach dem dunkelsten Motiv.
Persönlich nutze ich sogar drei Bilder. Für das Tutorial reicht aber die Darstellung von zwei Bildern...

Bei dem Bild unten erkennt man in der unterbelichteten Variante ein wenig den trüben Januarhimmel und die Häuser ausserhalb des Raumes.
In der ueberbelichteten Variante hingegen erkennt man das Rauminnere.
(Muß dazu sagen, daß ich es mit der Über- und Unterbelichtung übertrieben habe)



Man bringt beide Photos auf ein Bild.

1.Schritt erstellen einer Auswahlmaske
1a. Duplizieren der beiden Ebenen, beide Ebenen nach oben verschieben
1b. Der oben liegenden Ebene eine Transparenz von 50% geben und mit der Ebene darunter vereinen. Damit hat man ein Bild mit ausreichend Kontrast.

Anm. Sicher ist es besser, wenn man nur ein Bild nimmt, in diesem Falle war das nötig, weil bei beiden Bilder durch die Über- bzw. Unterbelichtung die Kontraste an vielen Stellen verschwunden waren.

1c. Schwellwert (Ebene-Farben-Schwellwert) erzeugt folgendes Bild:



2. Schritt Aus der Schwellwertdarstellung die Maske erstellen
Da kann ich nur in etwa sagen, wie ich es mache.
Markieren des ganzen Bildes, Kopieren, Quick-Maske an, Paste, Quick-Maske aus.
Anschliessend geht man auf die Ebene mit den zu hellen Bild.
Im Ebenen-Dialog erzeugt man aus dem Kontext-Menü die Maske aus der Auswahl.
Anschliessend unbedingt die Auswahl löschen.

Das jetzt entstandene Bild hat noch einen zu harten Übergang von Hell nach Dunkel.
Der nächste Schritt ist die Maske weichzuzeichnen. Und da sollte man durchaus mit sehr großen Werten rechnen - ich habe als Faustformel genommen, die größere Kantenlänge des Bildes ist der Wert für den Gaußschen Weichzeichner.

Hier nochmals der Ebenen-Dialog:


Das Ergebniss sieht dann so aus:



Wobei ich eingestehen und warne: Bei diesem Bild ist der Effekt total übertrieben.
Ich habe nur zwei Bilder verwendet und beide mit 5 Blendenstufen neben der vorgeschlagenen Blende verwendet.

Variationen.
a) Normalerweise entstehen 3 Bilder.
Als Grundlage für die Maske nimmt man das, was von der Belichtung her in der Mitte liegt.
b) 3 Bilder kann man kombinieren, indem man die Grundlage für die Maske
- entfärbt (desaturate)
- Kontrast automatisch anpassen (Stretch, unter Ebene-Farbe-Auto-...)
- Posterisieren nach 3 Stufen. (unter Ebene-Farbe-Auto-...)
- und dann für jedes Bild die Maskengrundlage mit Farbauswahl wählen.
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