Vollständige Version anzeigen : Gimp oder Photoshop?
finleyyy
12.05.2007, 23:41
Huhu Gimp-gemeinde (:
Ich habe mir gerade photoshop tutorials angeguckt und gimp tutorials.
Ich bin zu dem entschluß gekommen das Photoshop viel mehr möglichkeiten
als gimp. Damit will ich gimp nicht schlechtmachen,aber es gibt viel mehr
Photoshop fan-hps und viel mehrere tutorials.Nun frage ich euch,lohnt es
sich auf Photoshop umzusteigen?
danke,finleyyy:tool-bucket-fill-2:
Apokalypse07
12.05.2007, 23:54
Nun ja kommt drauf an was du machen möchtest.
Für professionelle Foto- und Bildbearbeitung ist Photoshop CS3 meine erste Wahl. Für Hobbyspielereien finde ich Gimp besser.
Nur so nebenbei die meisten Photoshop Tutorials lassen sich mit ein bisschen kühner Logik auch für Gimp adaptieren ;-)
Wenn du zuviel Geld hast und im Printbereich tätig werden möchtest könnte sich PS durchaus lohnen. ;)
Aber, dass es mehr Fan-Seiten und Tutorials gibt heißt doch nicht gleich, dass ein Programm besser ist.
Zudem ist GIMP in den meisten Bereichen PS mindestens ebenbürtig.
Und zu guter letzt: Es gibt schon genug Threads zu dem Thema und ich hab ehrlich gesagt keine Lust auf einen neuen FlameWar (auch wenn du das sicher garnicht beabsichtist). Such einfach mal hier im Forum oder auch mit Google. In fast jeden Forum das sich mit GIMP, Photoshop oder Grafikbearbeitung im allgemeinen beschäftigt wirst du mit großer Wahrscheinlichkeit fündig werden.
http://www.gimpforum.de/search.php?searchid=119992 ;)
was für möglichkeiten meinst du denn konkret, fin?
Ich habe mir gerade photoshop tutorials angeguckt und gimp tutorials.
Ich bin zu dem entschluß gekommen das Photoshop viel mehr möglichkeiten
als gimp.Wenn du meinst, dass du wirkliche jede Funktion besiztzen musst (obwohl du sie eigentlich nicht unbedingt benötigst), dann wirst du wohl einige hundert Euro in die Hand nehmen müssen, damit dein Gewissen beruhigt ist.
Eine Software ist nur so gut, wie DU damit zurecht kommst.
Dass es zu Photoshop mehr Informationsmaterial gibt, ist doch die logische Konsequenz aus einem kommerziellen Projekt. Wäre es andersherum, so hätte Adobe eine lausige Marketingstrategie. Des Weiteren wird jeder Mitarbeiter, der an diesem Programm beteiligt ist, entlohnt und deshalb bringt dieses Programm auch eine scheinbar höhere Qualität mit sich. Hast du hohe Anforderungen an solch ein Grafikprogramm und zugleich auch große Amibitionen, dann ist ein Programm wie Photoshop natürlich erste Sahne. Jedoch kannst du, wie schon erwähnt, viele der Funktionen von PS mehr oder minder einfach mit GIMP nachahmen und auch z.B. Tutorials "übersetzen".
Ich denke, dass die meisten, die sich etwas mit EBV beschäftigen, gut mit GIMP bedient sind; wenn du halt zu viel Geld hast, investiere es in Adobe Photoshop oder besser noch: schick es mir. (:
lox2eagle
13.05.2007, 16:07
Ein recht einfacher Grund für die größere Anzahl professioneller wirkender PS-Tutorials und Künstler ist der, daß an (Design-)Schulen traditionell mit PS gearbeitet wird. Beinahe jeder Mensch mit einer künstlerischen Ausbildung arbeitet also damit. Und wer sich damit seinen Lebensunterhalt verdient, kann auch mal Tausend Euro in sein allgemein etabliertes Hauptwerkzeug investieren, an dem er gelernt hat.
Manch einer läßt sich ja auch mal bei der Arbeit über die Schulter schauen, und es wird auch da nur mit Wasser gekocht. Was ich bisher von Profis gesehen habe, läßt sich auch komplett mit dem Gimp machen. Es sind die einfachsten Werkzeuge, die primär verwandt werden. Der Rest ist Übung, Übung, Übung. Alles Weiter macht sich gut für Schnieke Tutorials, findet aber anderweitig keine signifikante Anwendung.
Loxi
Ich hab Photoshop letzte Woche das erste mal wirklich Live in Action gesehen. Das erste mal zumindest, nachdem ich genug von Bildbearbeitung kennengelernt habe, um zu sehen, wie geil es im Grunde ist. Man kann damit wirklich exakt arbeiten, ohne werweisswie reinzozoomen oder tausende von Hilfslinien zu verbauen und kann enorm geniale Dinge mit dem Pfadwerkzeug machen. Aber bevor hier ein falscher Eindruck entsteht: ich benutze Gimp gerne und fast alles laesst sich ja wirklich damit machen.
@ Lox: Der Pinseleditor von Photoshop ist noch viel genialer, als ich es vermutet hatte *sabberlechz*.
also ich habe ps bis jetzt noch NIE gebraucht! Alles was ich bis jetzt realisieren wollet, lies sich auch mit Gimp machen. Klar, hier ist mal ein Filter und da, dens in Gimp net gibt, aber dafür sollte man meiner Meinung nach net 100te von Euros ausm Fenster rauschschmeißen!
Warum Grafikschulungen nicht langsam anfaangen auf Gimp umzusteigen ist mir auch ein Rätsel... Wirkt das denen dann vielleicht nicht professionell genug wenn die öffentlichkeit erfährt dass ihre arbeit auch mit freewareprogrammen realisierbar ist? :P
Ach, solche Diskussionen fuehren nie zu irgendetwas. Soll halt jeder nehmen, was er mag. Aber da nicht-diskutieren ja langweilig ist und das Wetter grad schlecht und die Bundesliga frustrierend, kann man ja mal folgendes Zitat aufgreifen:
...wenn die öffentlichkeit erfährt dass ihre arbeit auch mit freewareprogrammen realisierbar ist? :P
Und daran herumdiskutieren, was der Unterschied zwischen Gimp und Freeware ist.
Und daran herumdiskutieren, was der Unterschied zwischen Gimp und Freeware ist.
GIMP ist (auch) Freeware (=kostenlos nutzbar), darüber hinaus ist GIMP OpenSource (= jeder kann in den Quellcode sehen und nach eigenem Gusto verändern und weiterbearbeiten)
eigentlich kein Thema für eine Diskussion, oder?
Nein, Gimp ist keine Freeware, sie ist OS (Bier vs. Rede). Das ist was anderes. Siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Freeware
Außerdem, wo bitte steht, dass GPL-Software kostenlos sein muss?
Nein, Gimp ist keine Freeware, sie ist OS (Bier vs. Rede). Das ist was anderes. Siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Freeware
Außerdem, wo bitte steht, dass GPL-Software kostenlos sein muss?
OK, OK - aber wo wir gerade beim Haarespalten sind, Du könntest GIMP einen großen Dienst erweise, wenn Du es als GIMP und nicht als Gimp oder gimp schreiben würdest. Gerade im englischsprachigen Raum gibt es immer wieder Ärger mit dem Namen...
:)
:P
Naja ich meine das schon eigentlich so wie ichs sage... vielleicht ist nicht alles auch mit gimp realisierbar, aber wenn das wirklich bekannt werden würde wäre der lohn für den grafiker nurnoch halbso hoch... schließlich könnte dann jeder normalbürger sich mit freeware und etwa nem halben jahr erfahrung alles selber machen was er an 2D grafik braucht... Das selbe ist es mit blender... ich glaube gut und gerne dass es mindestens so gut ist wie cinema4D nach dem was ich bis jetzt gelesen habe... damit ist es irgendwie wirklich fast das selbe... Das Problem für kommerzielle Software sind einfach die zu sozialen Menschen, die immer zu teurer Software eine kostenlose alternative, die fast genauso viel kann, herausbringen. Noch ein Beispiel: OpenOffice und das normale Office... Ich finde ehrlichgesagt OpenOffice sogar besser! Naja, das ist natürlich alles immer ansichtssache, aber die guten menschen ruinieren irgendwann mal die pc und internetwirtschaft ^^
Ich muss dir (zumindest in Teilen) widersprechen.
Ein Grafiker wird nicht bezahlt, weil er eine teure Software einsetzt. Im Allgemeinen dürfte der Kunde überhaupt nicht wissen, welche Programme eingesetzt werden und was die kosten. Was bezahlt wird ist das Können und das Ergebnis. Und ob das mit GIMP (gut so?) oder PS gemacht wurde spielt genau gar keine Rolle. Vorausgesetzt das Ergebnis ist vergleichbar.
Was Blender vs. professionelle 3D-Software angeht hat Blender natürlich noch einen langen Weg vor sich, da die Grundfunktionen zwar vorhanden sind, die Spezialdinge aber eben noch nicht (Ordentliche Haare, Stoff, Partikel,...).
Und um diese leidige Diskussion, ob man mit GIMP alles machen kann was man mit PS machen kann, abzubrechen: Man kann selbst in MS-Paint jedes nur erdenkliche Bild erstellen, im Grunde reicht sogar ein Texteditor. Das mag nicht praktikabel oder gar komfortabel sein, geht aber.
Und warum sollte mich der englischsprachige Raum interessieren? Abgesehen davon heißt das Programm auf meinem Rechner definitiv "gimp" - ein /usr/bin/GIMP kann ich nämlich nicht finden.
schumaml
14.05.2007, 02:30
Es ist halt eine Abkürzung und dem richtigen Gebrauch des Programmnamens deswegen sehr zuträglich, wenn der immer als GIMP geschrieben wird.
... Und ob das mit GIMP (gut so?) oder P...
Sehr gut - vielen Dank! ;)
Es ist halt eine Abkürzung und dem richtigen Gebrauch des Programmnamens deswegen sehr zuträglich, wenn der immer als GIMP geschrieben wird.
Das haettest du mal aber nicht ein wenig frueher sagen koennen? So vor zwei Jahren etwa?
Ravetracer
14.05.2007, 09:25
Es ist halt eine Abkürzung und dem richtigen Gebrauch des Programmnamens deswegen sehr zuträglich, wenn der immer als GIMP geschrieben wird.
Nun, dann müssten Forenbezeichnungen hier auch mal angepasst werden *gg*.
Oh, oh... viele Banner stehen nun vor dem Bannertod. Schlechte Schreibe... WHAA
:rolleyes: :cool:
Aber Kapitälchen darf man doch, oder?
crossinger
14.05.2007, 09:35
Manch einer läßt sich ja auch mal bei der Arbeit über die Schulter schauen, und es wird auch da nur mit Wasser gekocht. Was ich bisher von Profis gesehen habe, läßt sich auch komplett mit dem Gimp machen. Es sind die einfachsten Werkzeuge, die primär verwandt werden. Der Rest ist Übung, Übung, Übung. Alles Weiter macht sich gut für Schnieke Tutorials, findet aber anderweitig keine signifikante Anwendung.
Sicher? Ich werde manchmal müde, wenn ich gebetsmühlenartig das Argument höre "Man bekommt alles auch mit GIMP hin."
Ja, im Prinzip ist das richtig - aber der (durchaus von den GIMP-Anhängern zugegebene) längere Weg zum Ergebnis ist dabei problematisch. Ich habe mangels Photoshop gerade kein Beispiel zur Hand, aber wenn man in PS einen Arbeitsschritt in einem Mausklick erledigen kann, der bei GIMP eben eine ganze Handvoll Arbeitsschritte bedeutet, dann ist das gerade im beruflichen Umfeld, wo das Prinzip gilt "Zeit ist Sesterz", ein schwerwiegendes Argument für PS, bei dem ich mehr und mehr ins Grübeln komme.
Ich würde mir manchmal auch wünschen, dass ich einfach ein paar lästige Routinearbeiten im Makrorekorder aufzeichnen kann und nicht erst Perl o.ä. lernen müsste (wofür ich gar keine Zeit & Lust habe). Und ich könnte (jenseits des üblichen Totschlag-Arguments CMYK, Profi, blabla , das ich gar nicht brauche) noch einige Bereiche benennen, in denen GIMP etwas "umständlich" daherkommt.
*J*
Ravetracer
14.05.2007, 10:23
Bin zwar auch einer von den vielen GIMP-Anhängern, aber ich muss auch Crossinger zustimmen: "Zeit ist Geld"!
In der Arbeitswelt muss es oft eben schnell gehen und lange Wege sind nicht drin.
Sehr wichtig ist Geschwindigkeit bei Webdesigner, welche eine Auftragsarbeit in einer bestimmten Zeit erledigen müssen. Da kann man dann nicht lange noch mit dem Grafikprogramm fummeln, da ja auch die Programmierseite noch Zeit in Anspruch nimmt.
In unserer Firma geht, entgegen den vorigen Ausführungen, aber nur GIMP, da wir
sehr auf OpenSource setzen. Wir haben schon genug mit dem Lizenzwahnsinn von Netware, NovaNet und Tobit-Software zu kämpfen ;).
Für's Hobby würde ich ausschließlich GIMP benutzen. PS ist für Hobbygrafiken doch etwas zu teuer und läuft auch nicht unter Linux :rolleyes:.
Nun denn finleyyy, nimm GIMP. Für'n paar Tutorials ausprobieren lohnt sich PS nicht.
crossinger
14.05.2007, 10:36
Bin zwar auch einer von den vielen GIMP-Anhängern, aber ich muss auch Crossinger zustimmen: "Zeit ist Geld"!
Um mich nicht falsch zu verstehen: Ich bin auch (immer noch) Anhänger von GIMP! Momentan k***t mich zwar die Mac-Version an, weil "dank" X11 selbst elementarste Dinge wie drag&drop oder ein schneller Ausdruck als PDF über das Apple-Druckmenü nicht funktionieren, aber das ist eine andere Baustelle.
Ich habe mich wegen der o.g. Probleme ernsthaft nach Alternativen umgesehen und bin u.a. auf Photoline32 und Pixel (Betaversion) gestoßen. Beide Programme liegen noch im bezahlbaren Bereich unter €100,- aber ich bin mit den Programmen nicht klargekommen. Vielleicht habe ich mich an bestimmte Dinge von GIMP zu sehr gewöhnt. :D
Von daher: man schielt (so wie Libella) schon mal neidisch zur kommerziellen Konkurrenz, aber bleibt letztlich seinen Gewohnheiten verhaftet.
*J*
lox2eagle
14.05.2007, 11:51
Workflow zu Knight of Tyrael von Anry Nemo (http://www.divshare.com/download/398804-331) [10,3MiB, ~57 Minuten]
Ja, das Kerlchen verdient seine Brötchen damit. Sein Webauftritt ist gerade leider down, weitere Bilder finden sich allerdings noch en Masse im WWW. Zuletzt scheint er dazu übergegangen zu sein, nur noch eine einzige Pinselspitze je Bild zu verwenden. ^^
Hmm, ich finde leider nicht mehr die Seite von dem Kerl, der unter anderem in einem der Spiderman-Teile die Personen vor Greenscreens freigestellt und Mattés angefertigt hat. Die Zwischenschritte waren ziemlich häßlich :D Freistellen ist noch immer eine Aufgabe (selbst vor Greenscreens), die nicht zufriedenstellend automatisiert werden können und zumindest für Kinofilme von Hand gemacht werden. Seilzüge und Klettergurte in Actionszenen werden in hoch budgetierten Filmen noch immer manuell übermalt.
Nicht umsonst erfreut sich CinePaint, was an und für sich ein aufgeblasenes GIMP 1.0.4 ist, auch in der Filmindustrie einer signifikanten Anwendung. Zum Beispiel in Filmen wie The Last Samurai, Spider Man und Harry Potter.
Was dem Gimp sicherlich noch gut tun würde, wäre Unterstützung von mehr als 8bit (wobei mir jemand die praktische Auswirkung in normalen Anwendungen außerhalb des Kinos bitte mal demonstrieren möchte), weiterer Farbmodelle und Adjustment Layers.
Der größte Unterschied liegt meines Erachtens mehr im Budget eines Projektes als in der Frage «Photoshop oder GIMP». Mit Elephants Dream (http://orange.blender.org/download) kann man sich denke ich ein gutes Bild davon machen, was in einem halben Jahr von einer Hand voll Leuten unter professionellen Bedingungen produziert werden kann. Ich habe jetzt nicht den Eindruck, daß dort wegen der Umwege, die ja Zeit und Geld kosten, Qualitätseinbußen sichtbar sind. Eigentlich sieht man bloß, daß dort fähige Leute am Werk waren und nicht ihre Software ;)
Gruß, Loxi
Kleiner Exkurs anbei: An vielen Stellen hört man noch heute den «Ratschlag», PS Elements vor dem GIMP zu präferieren ... Was man geraucht haben muß, um zu dem Schluß zu kommen, ist mir ziemlich schleierhaft :D
Was dem Gimp sicherlich noch gut tun würde, wäre Unterstützung von mehr als 8bit (wobei mir jemand die praktische Auswirkung in normalen Anwendungen außerhalb des Kinos bitte mal demonstrieren möchte),
Ja darauf warte ich auch sehnsüchtig! In der Fotobearbeitung kommt es mit 16 Bit bei einer kräftigen Tonwertkorrektur und anderen Farbspielerein einfach nicht so schnell zu Farbabbrüchen, die man auch im Bild sehen kann! Es gibt also schon praktische Auswirkungen.....
Gruß
Markus
Ravetracer
14.05.2007, 12:14
Ein Macro-Recorder/Player wäre für viele aber auch schon Gold wert!
lox2eagle
14.05.2007, 12:24
[...]Mit 16 Bit [kommt es] bei einer kräftigen Tonwertkorrektur und anderen Farbspielerein einfach nicht so schnell zu Farbabbrüchen.[...]Zum einen braucht es dazu eine entsprechend hoch aufgelöste Vorlage und zum anderen geben auch die meist keine so starken Änderungen her. Daran, ein Photo von vornherein mit Belichtungswerten nahe den Vorstellungen zu schießen, kommt man auch mit 16 Bit nicht ohne Qualitätseinbußen vorbei.
Joa, bei extremen Filterschlachten stoße ich auch mal an die Grenzen von acht Bit, aber im Großen und Ganzen entsprechen diese auch nicht der praktischen Anwendung, auf die ich mit meiner Frage hinauswollte ;)
Loxi
Renderer
14.05.2007, 12:50
Der größte Unterschied liegt meines Erachtens mehr im Budget eines Projektes als in der Frage «Photoshop oder GIMP».
Wenn das so wäre, warum werden den auch bei Projekten mit fast gar keinem Budget so gut wie nur "Markensoftware" verwendet?
Du fragst jetzt bestimmt, wie ich darauf komme....
Ich abonniere seit 1999 die Digital Production (http://www.digitalproduction.com/?NS=1) in der in jeder Ausgabe etliche "Making of" zu lesen sind. Von einfachen Schüler/Studentenprojekten und Diplomarbeiten über Werbetrailer bis hin zu Kinofilmen. Und selbst bei kleinsten Schulprojekten, habe ich in den 8 Jahren noch NIE gelesen, das irgendein OS Programm verwendet wurde. Vielleicht mal das "billige" Poser oder Terragen. Ansonsten nur 3dsMAX,Maya,XSI,Cinema und halt alles von Adobe und Autodesk.
Wenn doch bei einigen Projekten Geld eine große Rolle spielt, warum nimmt man dann trotzdem die "teure" Software?
Ich glaube nicht das die nur wegen der Werbung gekauft wird.
lox2eagle
14.05.2007, 13:55
Wenn das so wäre, warum werden den auch bei Projekten mit fast gar keinem Budget so gut wie nur "Markensoftware" verwendet?Der von mir verlinkte Kurzfilm läßt mich die selbe Frage stellen, bloß mit umgekehrtem Kontext. Die Antwort ist denke ich recht einfach:
Weil Photoshop ein etabliertes Produkt ist, das sich seinen Platz sicherlich auch verdient hat. Adobe Photoshop ist einfach eine Selbstverständlichkeit geworden, mehr noch als Windows als Desktop.
Wenn doch bei einigen Projekten Geld eine große Rolle spielt, warum nimmt man dann trotzdem die "teure" Software?Wer grafisch arbeitet und die 1000 Euro abzüglich Steuern für PS nicht reinbekommt, hat vermutlich den falschen Beruf gewählt.
Daß in Schulen keine Ansätze vorhanden sind, sich von PS auf GIMP umzustellen, liegt mitunter vielleicht einfach daran, daß sich die Programme in der Bedienung durchaus unterscheiden. Mit Photoshop tu ich mich unglaublich schwer, allerdings habe ich nie länger als eine Stunde reingeschaut. Umgekehrt kenn ich es genau so: Halbe Stunde beim GIMP reingeschnuppert ― ist anders. Warum umlernen? Vergleichsweise ist Photoshop zudem recht günstig und ein Update amortisiert sich schneller als die zur Umstellung benötigte Zeit. Ganz blöd ist das Marketing solcher Produkte ja auch nicht, indem es für Schüler und Studenten mehr als großzügige Preisnachlässe gibt.
Wer allerdings mal eben für ein kleines Schulprojekt 3ds Max und Maya verwendet, muß Kind reicher Eltern sein ^^
Loxi
Ravetracer
14.05.2007, 14:10
Wer allerdings mal eben für ein kleines Schulprojekt 3ds Max und Maya verwendet, muß Kind reicher Eltern sein ^^
.... oder am Ende des Regenbogens einen Kessel voll Gold gefunden haben ;).
Mein Weg:
Ich habe GIMP, Blender usw. immer abgelehnt, weil ich nicht mit klar kam. Benutzt habe ich Software, die ich mir (nicht ganz legal) heruntergeladen habe, weil die
Bedienung einfach war und das Ergebnis schnell zustande kam.
Durch meine jetzige Arbeit allerdings musste ich gezwungenermaßen OpenSource-Software und Freeware benutzen, da es hier zur Softwarephilosophie gehört.
Durch dieses "Zwingen" habe ich die Vorteile freier Software kennengelernt und auch , dass diese Software genauso gut für meine Anforderungen reicht.
Kurz: WinXP ist schnell von meiner Festplatte geflogen und komerzielle Produkte besitze ich gar nicht mehr... komisch irgendwie, aber ist so.
Was ich bis gestern vermisst habe, waren vernünftige Musikprogramme und die Möglichkeit, überhaupt unter Linux die Latenzen in den Griff zu bekommen.
Im Nachmittagschat vom GIMP-Forum hat sich dann herauskristallisiert, dass es im
Feisty nun auch einen Lowlatency-Kernel zum Download gibt... ach larifari, das sollte in 'nem Extrathema oder so..
Zur Themenfrage: GIMP (nochmals ;) )... hehe
Renderer
14.05.2007, 14:17
Ok. mir ist natürlich auch klar, das Zeitschriften wie die DP eher ihren Werbepartnern verpflichtet sind, als dem Leser.
Bestes Beispiel... Als Blender 2.42a erschienen ist, gab es einen mehrseitigen Artikel, der aber meiner Meinung nach sehr komisch geschrieben war. Auf gute Features wurde gar nicht eingegangen , sie wurden erst gar nicht erwähnt oder nur öberflächlich angesprochen. Von Blender 2.43, mit dem wirklich hervorragenden Sculpttool, welches so in keinem anderen 3D Programm zu finden ist, gabs überhaupt keinen Artikel... Ich vermute mal, weil es in der selben Ausgabe mehrere Artikel zur nächsten Lightwave Version gab und NewTek ist m.M. nach sowieso nicht gut auf Blender zu sprechen.
In Gegensatz dazu werden in Artikeln zu "Markensoftware" jedes noch so popelige Feature gelobt, das ist nicht mehr feierlich.
Ist alles wieder ne Geldsache. Wer gut schmiert der gut fährt....
Ich glaube nicht das die nur wegen der Werbung gekauft wird.
Ich glaube, dass die in vielen Faellen gar nicht "gekauft" wird.
Sol Jara Sol
14.05.2007, 16:42
Ich mag GIMP weil ich viel dadurch gelehrnt hab, für automatisierte Sachen nehm ich allerdings weiterhin lieber Paintshop auch wenn es manchmal etwas langsam ist liegt es im Preis deutlich unter 100Euro und im zweifel kannste mit Filters Unlimited 2.x Makros auch als 8BF speichern.
LG Sol Jara Sol
Edit: zumindest bei Mmarkt Version X 15Euro und Version XI für ungefähr 70(ist die Vollversion und nicht das Upgrade).
ravey, schonmal das jacklab/jad-projekt gecheckt?
hier ist zb ein howto, ie man eine simple SuSe zu einem low-latency-kernel-dings-audio-workstation aufbohrt, dank der allseits engagierten ill66 sogar auf deutsch ;)
http://wiki.jacklab.net/index.php/De_Easy_3_Steps_to_JAD
Ravetracer
15.05.2007, 07:14
ravey, schonmal das jacklab/jad-projekt gecheckt?
hier ist zb ein howto, ie man eine simple SuSe zu einem low-latency-kernel-dings-audio-workstation aufbohrt, dank der allseits engagierten ill66 sogar auf deutsch ;)
http://wiki.jacklab.net/index.php/De_Easy_3_Steps_to_JAD
Hat sich doch schon erledigt. Ich wollte halt nur nich in diesen Thread posten, da es nicht passt. In Ubuntu ist schon ein Lowlatency-Kernel bei, inklusive Grafikkartentreiber. Ich musste nix weiter machen und kann jetzt mit JACK auch Realtime arbeiten. JAD hatte ich damals zu SUSE-Zeiten mal probiert, aber seit 'ner Weile habe ich ja Kubuntu.
Ich erstelle momentan sehr viel Poster und da der Spaß ohnehin schon ziemlich teuer ist (ca. 4 Euro pro Poster 45 cm mal 30,5 cm), bin ich natürlich bestrebt, möglichst gute Qualität in einem Druck zu bekommen. Deshalb setze ich mich mit dem Fotografen am Rechner und optimiere meine Gimp-Bilder im Phototshop.
Es ist ein wundervolles Programm und wer das Gegenteil behauptet ist entweder ein Hardcore-Tuxer oder hat von Bildbearbeitung keine Ahnung. Das Farbmanagment im PS ist Wahnsinn und Gimp ist davon noch meilenweit entfernt. Die pixelgenaue Skalierung funktioniert man auf Mausklick uns ist bei Weitem nicht so umständlich wie im Gimp. Hinzu kommen einige Tools, um die ich den PS beneide. Da wäre der selektive Aufheller und, Libella hatte es schon erwähnt, der Pinseleditor.
Mein Fazit: Für Profis, sprich Leute die sich mit Design und Bildbearbeitung ihren Lebensunterhalt verdienen, ist PS ein absolutes Muss. Gehörte ich diesem Kreis an, würde auch ich ohne mit der Wimper zu zucken 1.600 Euro investieren.
Mein Problem: Ich bin kein Profi!
Ich betreibe Bildbearbeitung aus reinem Spaß an der Freude und habe auch nicht vor, auch nur einen Cent durch meine Poster zu verdienen. Was soll ich also mit einem Programm, dessen Umfang ich niemals voll nutzen werde?
Ich brauche noch Jahre, um Gimp vollständig auszuloten und wirklich alle Möglichkeiten zu nutzen.
Ob PS, Gimp oder CoralDraw, alle Bildbearbeitungsprogramme basieren auf die selben Grundlagen. Und wenn man diese nicht beherrscht, nutzt auch das tollste und stylische Bildbearbeitungsprogramm nichts. Man bekommt keine guten Bilder zustande. Maximal reicht es, eine Filter über das Bild laufen zu lassen und ein bisschen an den Tonewerten zu kurbeln. Aber das ist keine Bildbearbeitung. Das ist „Malen nach Zahlen“.
Wenn du @ Finleyyy also wirklich ernsthaft Bildbearbeitung betreiben willst, dann lerne erst die Grundlagen. Dazu brauchst du mit Sicherheit keinen Photoshop und auch Gimp ist eigentlich nichts für Anfänger. Irgendwann hast du dann ein Niveau erreicht, wo du dich entscheiden musst. Entweder du gibst ein Schweinegeld für PS aus oder du benutzt Gimp und nimmst ein paar Umwege im Kauf, um das gleiche Endergebnis zu erreichen, wie im Photoshop. Grundsätzlich ist in Sachen Bildbearbeitung im Gimp alles möglich, was auch im PS möglich ist. Es dauert mitunter etwas länger und ist mitunter auch etwas umständlicher.
Letztendlich bleibt alles eine reine Glaubensfrage.
Einem Tuxer brauchst du mit Photoshop nicht zu kommen. Es kann noch so gut sein, widerspricht aber eindeutig der Linux-Philosophie.
Ein eingefleischter PS-Jünger wird das „primitive Gimp“ nur belächeln, völlig zu Unrecht, denn Gimp braucht sich nun wirklich nicht hinter dem PS zu verstecken.
lumpi
Ravetracer
15.05.2007, 10:54
Aha, einige Sachen hast ja nun schon im Forum geändert, aber 'nen bissl was ist noch übrig:
- Kategorie "Arbeiten mit Gimp"
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;) :rolleyes:
Also ich bin der Meinung, dass es darauf ankommt was man machen möchte für den privaten Anwender ist Gimp die bessere Lösung (Kostenlos und besitzt alle notwendigen Funktionen). Falls man jedoch proffessionelle Bildbearbeitung machen will sollte man Photoshop nutzen (Die Vorteile wurden bereits genannt).
TheGrudge
03.09.2007, 20:39
Ja ich muss leider auch immer wieder neidisch auf Photoshop gucken, Smart-Filter, Adjustment-Layers, Layer-Groups, History Brush usw sind schon feine Sachen, die hoffentlich bald in Gimp übernommen werden...
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