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Vollständige Version anzeigen : Grafiktablett - Wie viele lpi / rpi / Druckstufen sind genug?


Gump
08.03.2014, 01:02
Hallo!
Ich denke zur Zeit über den Kauf eines Grafiktabletts nach um in Gimp (nach)zeichnen zu können. Das vorherige Sich-informieren hat mir die Entscheidung aber bisher nicht wirklich erleichtert. Ein Problem sind die Zahlen, deren Wert (zumindest für mich) schwer einzuschätzen ist.

Erst dachte ich mir z. B., dass der Stift schon 2048 Druckstufen haben sollte. 1024 sind zu wenig - denn das ist ja gerademal die Hälfte! Aber... macht das wirklich einen bedeutenden Unterschied? Denn man drückt den Stift vielleicht einen Millimeter nach unten um vom minimalen zum maximalen Druck zu kommen und ob das dann auf 1024 oder 2048 Stufen verteilt wird, dürfte doch für das bloße Auge gar nicht erkennbar sein. Oder? Gibt es Fälle, bei denen man wirklich sehen würde, ob ein und derselbe Strich mit einem 1024-Druckstufen-Stift gezogen wurde oder mit einem doppelt so genauen?

Dieselbe Frage für die lpi (Linien pro Inch) des Tabletts. Ist der sichtbare Unterschied zwischen 2000 und 4000 oder zwischen 4000 und 5000 lpi wirklich erwähnenswert?

Bei den rps würde ich erstmal gern wissen, ob ich das richtig verstanden habe: Könnte man das in etwa mit "Signal pro Sekunde" übersetzen? Das heißt, dass bei 200 rps das Tablett 200 Mal pro Sekunde die Position des Stiftes an den Computer ausgibt, oder? Da könnte ich mir schon eher vorstellen, dass es Unterschiede gibt. Denn, wenn ich bei nur 100 rps einen schnellen Strich ziehe, bei dem der Stift 20 cm in einer Sekunde zurücklegt, dann gibt das Tablett ja nur alle 2 mm ein Signal. Oder verstehe ich da was falsch?

(Ich hoffe, meine Fragen sind nicht all zu doof. ;) )

silvio
08.03.2014, 08:49
...,

keine Ahnung was rps bedeutet, habe ich in dem Zusammenhang auch noch nie gehört bzw. gelesen.
Ansonsten ist die Sache doch ganz einfach. Ich wähle das Tablet welches mir das Optimum an Features für das Geld das ich ausgeben kann bietet. Man kauft so ein Ding ja nicht alle paar Wochen neu. Warum sollte ich also auf Funktionalität verzichten, die ich vielleicht Heute nicht brauche, die mir in ein paar Monaten aber mehr als gelegen käme. Man entwickelt sich (in der Regel) ja weiter, also steigen auch die Anforderungen an's Werkzeug.
Du hast also einen Betrag X zur Verfügung: dann kaufe das Beste was du dafür bekommen kannst

Gump
08.03.2014, 14:24
Natürlich will ich das bestmögliche für's Geld haben. Ich will aber auch nicht mehr Geld als nötig ausgeben. Und ich habe aus Mangel an Erfahrung mit Grafiktabletts auch keine ganz genaue Vorstellung, wo ich beim Preis eine feste Grenze ziehen sollte. Ich bin also etwas flexibel, aber ich will nicht 50 € mehr ausgeben für doppelt soviele Druckstufen, wenn diese am Ende keinen nennenswerten Unterschied machen. Darum die Frage, was man tun müsste, um einen Unterschied zu sehen.

Bei einem 5cm starken Strich und 1000 Druckstufen erfolgt der Übergang von Stufe 1 zu Stufe 1000 wohl in 0,05mm-Schritten. Und das sollte dann ausgedruckt in jedem Fall schön flüssig aussehen, oder? Und das hieße doch, dass sich 2048 Druckstufen erst ab einer Strichstärke von 10cm lohnt.
Und bei den lpi sieht es nach meinem Verständnis so aus, dass ein z.B. 10 Inch breites Grafiktablett mit 2000 lpi bedeutet, dass die Position des Cursors auf einem 20 Inch breiten Bildschirm immernoch auf ein Tausendstel Inch genau bestimmt wird. Also könnte man auch sehr große Dateien problemlos bearbeiten, wenn man nur eine passende Zoomstufe wählt. Also eine, bei der ein Bildschirm-Inch nicht mehr als, sagen wir mal, 50 "Datei-mm" entspricht. Dann wird die Position eines Punktes auf der Datei immernoch auf 0,05 mm genau bestimmt. Dann könnte man (auf dem 20-Inch-Bildschirm) eine Datei von einem Meter Breite bei 100% Zoom bearbeiten.

Wenn das so ist, wie ich mir das vorstelle, dann würden für mich 2000 lpi und 1024 Druckstufen wohl ausreichen. Aber vielleicht habe ich ja einen Denkfehler gemacht und schätze das Ganze somit falsch ein.

JanKardel
08.03.2014, 15:18
Wenn Du ernsthaft mit einem Grafiktablett arbeiten willst, wirst Du Dit schon mindestens ein Wacom Intuos holen müssen. Von der Größe reicht da die medium Größe.

Das Wacom Intuos 4 gibt es schon recht günstig bei Ebay. Das Intuos 5 mit Touch und wireless ist cool aber nicht unbedingt besser zur Bildbearbeitung.

Ich habe beide und habe da keinen unterschied in der Bildbearbeitung feststellen können.

Die anderen sind sicher auch ganz gut, kommen aber IMO nicht an die Qualität eines, auch gebrauchten, Wacom Tablets ran. Von dem Bamboo würde ich allerdings auch Abstand nehmen.

Sir Twist
10.03.2014, 16:40
Die Druckstufen und auch die Auflösung werden von der Software noch mal bewertet. Für die Druckstufen kann man eine Druck-Kurve einstellen und die Auflösung wird auf das Fenster oder den Bildschirm umgerechnet.
Unter 1024 Druckstufen sollte man nichts mehr nehmen. Bei 256 Helligkeitsstufungen benötigst Du schon mal 256 Druckstufen und dann noch das 2-3 fache für die Kurve.
lpi: Linien pro inch ein inch sind 2,54 cm wieviele Linien kannst Du da mit dem Bleistift nebeneinander ziehen? 4000 oder 5000 macht da keinen Unterschied
und wenn Du noch kein Tablett hast 2000 sind da auch ok.
rps :viel mehr als 200 scheinen bei USB 1.1 nicht drinnen zu sein. Kann ich keine Erfahrung einbringen hängt auch von der Prozessorlast ab wann das Tablett abgefragt wird.

Ein A6 Bamboo tut es auch für den Anfang. Kann natürlich sein, daß Du später mehr willst und dann doch noch mal Geld ausgeben mußt. Für Windows kann man noch das empfehlen: http://www.aiptek.de/index.php/de/produkte/archiv/archiv-grafiktabletts/mediatablet-ultimate-ii